Fragen und Antworten zu ERPNext
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FAQ
Alle Fragen zu ERPNext
Was kostet ERPNext?
ERPNext ist Open Source (GPL-3.0), Lizenzgebühren pro Benutzer fallen nicht an. Sie bezahlen für den Betrieb des Servers, für Einführung und Anpassung und für Betreuung danach. Wie viel das ist, hängt vor allem davon ab, wie viele Abläufe Sie abbilden und welche Daten übernommen werden. Nach einem Erstgespräch nennen wir Ihnen einen Rahmen.
Kann ERPNext Fertigung und Shopfloor?
Ja. Stücklisten, Arbeitspläne, Arbeitsplätze, Produktionsplanung, Fertigungsaufträge und Jobkarten gehören zum Standard. An der Werkbank melden Mitarbeitende Start, Ende, Menge und Ausschuss je Arbeitsgang zurück, am Tablet oder Terminal. Ein vollwertiges MES mit Maschinendatenerfassung ist ERPNext nicht, Maschinen lassen sich aber über die Schnittstelle anbinden. Mehr unter Fertigung und Shopfloor.
Ist ERPNext für deutsche Unternehmen geeignet?
Ja, mit den richtigen Erweiterungen. Für Deutschland gibt es Apps für DATEV-Export, E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD), Bankanbindung und deutsche Besonderheiten bei Stammdaten und Belegen. Wir setzen diese Apps selbst ein und richten sie für Sie ein.
Kann ich Ihre Apps kaufen?
Die meisten Apps stellen wir unseren ERPNext-Kunden zur Verfügung und kümmern uns um Installation, Updates und Anpassung. Einige stehen unter einer Open-Source-Lizenz. Was für Ihr System in Frage kommt, besprechen wir gern, eine Übersicht finden Sie unter Apps.
Version 15 oder 16?
Für neue Systeme empfehlen wir in der Regel Version 16. Bestehende Systeme auf Version 15 laufen stabil und werden weiter gepflegt, ein Umstieg will aber geplant sein. Mehr dazu unter ERPNext Version 16.
Wie lange dauert eine ERPNext-Einführung?
Das hängt vom Umfang ab. Erstgespräch und Erhebungsworkshop dauern wenige Tage, Lastenheft und Erfüllungskonzept einige Wochen. Danach ist der Aufwand je Anforderung bekannt, und wir können einen belastbaren Zeitplan nennen. Die Umsetzung läuft in Sprints, sodass erste Bereiche früh nutzbar sind.
Brauchen wir wirklich ein Lastenheft?
Für ein kleines Team mit Standardabläufen reicht oft ein Workshop-Protokoll. Sobald Fertigung, mehrere Standorte, besondere Branchenregeln oder ein Altsystem im Spiel sind, spart ein Lastenheft Zeit und Geld, weil Missverständnisse vor der Umsetzung auffallen statt danach.
Können wir das Lastenheft auch anderen Anbietern geben?
Ja. Es ist bewusst anbieterneutral geschrieben und gehört Ihnen. Das Erfüllungskonzept ist dann unsere Antwort darauf, und Sie können sie mit anderen Angeboten vergleichen.
Müssen wir alles auf einmal umstellen?
Nein, und wir raten davon ab. Meist beginnen wir mit Verkauf und Rechnungen, danach folgen Einkauf, Lager, Fertigung oder Projekte.
Wer sollte am Workshop teilnehmen?
Geschäftsführung für Ziele und Entscheidungen, die Leitungen der Bereiche und vor allem die Menschen, die die Arbeit täglich machen: Auftragsannahme, Einkauf, Lager, Fertigung, Buchhaltung. Ihr Wissen ist der wichtigste Rohstoff.
Wie bereiten wir uns vor?
Sie bekommen vorab einen digitalen Fragebogen per Link, ohne Anmeldung. Darin skizzieren die Wissensträger ihre Abläufe. Im Workshop vertiefen wir dann, statt bei null anzufangen.
Was passiert mit den Ergebnissen?
Sie bilden das Gerüst für das Lastenheft. Schmerzpunkte und Wünsche werden zu Anforderungen, die Prozesslandkarte zur Kapitelstruktur, Mengen zum Mengengerüst. Die Ergebnisse gehören Ihnen.
Was ist der Unterschied zwischen Lastenheft und Pflichtenheft?
Das Lastenheft beschreibt aus Sicht des Auftraggebers, was die Lösung leisten muss. Das Pflichtenheft, bei uns Erfüllungskonzept genannt, beschreibt aus Sicht des Auftragnehmers, wie diese Anforderungen umgesetzt werden. Die VDI-Richtlinie 2519 beschreibt diese Trennung.
Wer schreibt das Lastenheft?
Formal der Auftraggeber, also Sie. In der Praxis schreiben wir es gemeinsam: Wir bringen Struktur, Vorlagen und ERP-Erfahrung mit, Ihr Team das Wissen über die Abläufe. Wichtig ist, dass es anbieterneutral bleibt.
Wie umfangreich muss es sein?
So genau, dass ein Anbieter den Aufwand schätzen kann, aber ohne jede Bildschirmmaske vorzugeben. Für ein mittelständisches Unternehmen sind das meist einige hundert Anforderungszeilen, sortiert nach Bereichen.
Ist das Erfüllungskonzept ein Pflichtenheft?
Ja, im Kern. Wir nennen es Erfüllungskonzept, weil es für jede Anforderung zeigt, wie sie erfüllt wird: Standard, App oder Eigenentwicklung. Dazu kommen Lösungsbeschreibung, Aufwand und Abnahmekriterium.
Was kostet das Erfüllungskonzept?
Es ist ein eigener, klar begrenzter Arbeitsgang. Den Aufwand nennen wir nach dem Lastenheft, weil er von der Zahl der Anforderungen abhängt. Das Ergebnis gehört Ihnen, auch wenn Sie danach mit jemand anderem umsetzen.
Was, wenn ERPNext eine Anforderung gar nicht erfüllen kann?
Dann steht das so drin, mit der Alternative: eigene App, externes System mit Schnittstelle oder Prozessänderung. Bei sehr vielen Sonderwegen kann auch eine eigene Anwendung auf dem Frappe Framework sinnvoller sein. Diese Entscheidung treffen wir gemeinsam, bevor gebaut wird.
Warum Sprints statt eines festen Plans?
Weil sich in jedem ERP-Projekt Erkenntnisse ergeben, die vorher niemand hatte. Kurze Sprints mit sichtbarem Ergebnis machen Abweichungen früh sichtbar. Der Rahmen aus Lastenheft und Erfüllungskonzept bleibt trotzdem fest.
Was muss unser Product Owner leisten?
Er oder sie kennt die Abläufe, setzt Prioritäten im Backlog, entscheidet bei Fragen zeitnah und nimmt Ergebnisse ab. Rechnen Sie mit einigen Stunden pro Woche, in heißen Phasen mehr.
Wie sehen wir, wo das Projekt steht?
Im Projektboard, das wir Ihnen im Kundenportal freigeben. Dazu kommt das Sprint-Review alle paar Wochen, in dem wir die Ergebnisse am laufenden System zeigen.
Greift das Assessment in den laufenden Betrieb ein?
Nein. NEOSEC Sonar liest aus, es verändert nichts. Umfang, Zugänge und Gesprächstermine werden vorab abgestimmt.
Wie oft sollte man prüfen?
Typischerweise jährlich, damit die Ergebnisse vergleichbar bleiben, und zusätzlich nach größeren Änderungen wie einer neuen ERPNext-Hauptversion oder einem Serverumzug.
Hilft das bei NIS2 oder der Cyberversicherung?
Ja. Der Bericht mit Risikomatrix und priorisierten Maßnahmen ist ein Nachweis, mit dem Geschäftsführung, Prüfer und Versicherer arbeiten können.
Was ist das Model Context Protocol?
Ein offener Standard, über den KI-Assistenten auf andere Systeme zugreifen. Statt zu raten, fragt der Assistent über einen MCP-Server direkt in ERPNext nach und arbeitet mit Ihren echten Daten, im Rahmen der Rechte, die Sie festlegen.
Welche KI-Assistenten funktionieren damit?
Alle Assistenten und Werkzeuge, die das Model Context Protocol unterstützen, am Desktop, im Browser oder auf dem Smartphone. Die Liste wächst schnell, wir beraten Sie bei der Auswahl.
Kann die KI etwas kaputt machen?
Sie kann nur, was der angebundene ERPNext-Benutzer darf und was der MCP-Server für diesen Benutzer freigibt. Lesende und schreibende Werkzeuge lassen sich getrennt erlauben, jeder Aufruf wird protokolliert.
Wohin fließen unsere Daten?
Der MCP-Server läuft bei Ihnen oder bei uns in Deutschland. Was an das KI-Modell geht, hängt vom gewählten Anbieter ab. Wir helfen bei der Auswahl, beim Vertrag zur Auftragsverarbeitung und bei der Frage, welche Daten überhaupt freigegeben werden.
Können wir alle alten Belege übernehmen?
Technisch oft ja, sinnvoll selten. Wir übernehmen Stammdaten, offene Posten, Bestände und Salden zum Stichtag. Alte Belege bleiben im Altsystem oder in einem Archiv lesbar, damit die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten erfüllt sind. Das ist schneller, günstiger und sauberer.
Wie lange dauert der Umstieg selbst?
Die Vorbereitung dauert Wochen, der eigentliche Wechsel meist ein Wochenende oder einen Monatsabschluss. Weil vorher mehrere Probemigrationen gelaufen sind, gibt es am Stichtag keine Überraschungen.
Können wir eine ERPNext-Hauptversion überspringen?
Nein. ERPNext wird Hauptversion für Hauptversion aktualisiert, zum Beispiel von 13 auf 14, dann auf 15 und auf 16. Bei jedem Schritt laufen Datenbank-Patches, und eigene Apps müssen für jede Version passen. Wir planen das als eine Kette von Testläufen.
Wir sind bei Frappe Cloud. Können wir wechseln?
Ja. Eine Sicherung mit Datenbank und Dateien lässt sich auf einem eigenen Server oder bei uns wiederherstellen und umgekehrt. Wichtig sind passende Versionen von ERPNext und allen Apps.
Wann ist ERPNext Version 16 erschienen?
Die stabile Version 16 von ERPNext und dem Frappe Framework ist Anfang 2026 erschienen, nach einer Beta-Phase ab November 2025 und fast zwei Jahre nach Version 15. Seitdem kommen regelmäßig Unterversionen mit Fehlerbehebungen.
Muss ich jetzt auf Version 16 umsteigen?
Nicht sofort. Version 15 wird weiter gepflegt. Planen sollten Sie den Umstieg trotzdem, denn neue Funktionen und viele Apps erscheinen künftig zuerst für Version 16.
Was ändert sich technisch?
Version 16 setzt auf neuere Laufzeitumgebungen, unter anderem Python 3.14 und Node.js 24. Ältere Server brauchen deshalb oft erst ein Betriebssystem-Update. PDFs lassen sich zusätzlich über einen Chrome-basierten Renderer erzeugen.
Laufen meine Anpassungen und Apps weiter?
Das hängt von der App ab. Eigene Anpassungen und Apps von Drittanbietern prüfen wir vor dem Umstieg auf einem Testsystem. Unsere eigenen Apps, die bereits für Version 16 freigegeben sind, stehen weiter unten.
Lohnt sich Version 16 für Fertiger?
Besonders. Mit der Materialbedarfsplanung, der Reservierung von Material für Fertigungsaufträge, der Rückverfolgung von Chargen und Seriennummern und der Lohnfertigung für Kunden sind gleich mehrere Lücken der Vorgängerversion geschlossen.
Was ist der Unterschied zwischen Frappe und ERPNext?
Frappe ist das Framework, auf dem ERPNext aufbaut. Es liefert Datenbank, Benutzerverwaltung, Oberfläche und Schnittstellen. ERPNext ist die ERP-Anwendung darauf. Unsere Apps sind ebenfalls Frappe-Apps und werden wie ERPNext installiert.
Sind Sie Frappe Technologies?
Nein. Wir sind die aepfel+birnen IT GmbH, ein unabhängiges IT-Systemhaus aus Mönchengladbach. ERPNext und Frappe sind Marken der Frappe Technologies Pvt. Ltd.
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